Januar 2013


Neue Arbeiten von Willi Siber

Leibertingen Die Galerie Werner Wohlhüter zeigt vom 20. Januar bis zum 24. Februar 2013 neue Arbeiten - Objekte, Bilder und Skulpturen - von Willi Siber. Die Vernissage findet am Sonntag, 20. Januar 2013, zwischen 11 und 16 Uhr statt. Dr. Sabine Heilig spricht um 11:30 Uhr. Willi Siber ist anwesend. Die Ausstellung ist jeweils Freitag 13-18 Uhr, Samstag 10-13 Uhr sowie an den Sonntagen 3., 17. und 24. Februar 2013 von 11 bis 16 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet.

Aufgewachsen in Oberschwaben studierte Willi Siber von 1970 bis zum Staatsexamen 1974 Kunstwissenschaften an der Universität Stuttgart. Zeitgleich besuchte er die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Dieses Studium schloss er 1976 als Meisterschüler in der Fachklasse für Bildhauerei von Prof. Herbert Baumann mit dem Staatsexamen ab. Seine Ateliers in Reutlingen und Dietenwengen bezog Willi Siber in den 1970er Jahren. Seit 1990 stellt Willi Siber weltweit in Galerien, Museen und Kunstvereinen aus. Durch seine Galerien wird er regelmäßig auf den internationalen Kunstmessen repräsentiert. Als freischaffender Künstler ist Willi Siber Mitglied im Deutschen Künstlerbund, im Künstlerbund Baden-Württemberg und bei XYLON Internationale Vereinigung der Holzschneiderei.

Willi Sibers Kunst wirkt fern und nah, präsent und immateriell zugleich. Die Auseinandersetzung mit den Grundlagen sinnlicher Wahrnehmung, optischer und haptischer Anschauung, mit dem Erleben von Form, Oberfläche, Materie und Raum bildet die Basis in seinem gesamten künstlerischen Schaffen. In welchem Medium er sich auch ausdrückt, in seiner Malerei, seinen Holzskulpturen, Wand- und Bodenobjekten, immer führt er bildnerische Ordnungsprinzipien verschiedenster Art ins Feld - und widmet sich zugleich deren Demontage.

Willi Sibers Formkörper und Bildzyklen untersuchen das Material Holz und das raumbezügliche Verhältnis von Relief und Skulptur. Voluminöse Gitterobjekte stehen mit ihrer Filigranität und Transparenz neben kompakten stereometrischen Körpern, deren splissige oder sägerauhe, zapfenbesetzte Oberflächen materielle Vitalität, Verletzlichkeit und Entkörperlichung assoziieren. Der Eindruck von Schwere und Leichtigkeit, Dichte und Auflösung, Raumtiefe und Oberflächenkonzentration steht im Vordergrund einer irritierenden Form- und Oberflächenbehandlung, welche die Gewissheit unserer Seherfahrung hinterfragt.

Im architektonischen Kontext entwickeln seine Werke einen raumbezogenen Charakter. Mit sensiblem Gespür für ortspezifische Situationen gestaltet Willi Siber Rauminstallationen, die im Sinne des Environments das Erscheinungsbild ihrer architektonischen Umgebung beeinflussen und verwandeln.

Der innovative Umgang mit dem Material Holz lässt Willi Sibers Oeuvre eine besondere Bedeutung in der Erneuerung der Holzbildhauerei zukommen. Auf der Suche nach immer neuen künstlerischen Ausdrucksformen ist jüngst die plastische Arbeit mit Stahlelementen ergänzend hinzugekommen.

Abbildungen:
Wandobjekt, Stahl Autolack
Tafelobjekt, Holz Metall epoxy
Bodenskulptur, Stahl Autolack